toernberichte
2006(4) - Die spanische Mittelmeerküste hoch bis Almerimar
Am folgenden Tag segeln wir nach Estepona und hier verabschieden wir uns von Rosi und Gerhard von der Va Pensiero, unseren treuen und hilfreichen Begleitern. Sie wollen schneller vorankommen und haben sich für dieses Jahr noch eine weite Strecke vorgenommen, aber unser Wiedersehen im Herbst daheim in Bayern haben wir schon beschlossen und begossen.
Unsere Strecke führt uns der Küste entlang über einen schaukeligen Übernachtungs-Ankerplatz bei Benalmadena nach Caleta de Vélez. Sehnsüchtig werden wir hier von unserer Familie erwartet, sie sehen unsere "Gemma" hier zum ersten Mal. Was für eine Überraschung! Die Freude ist riesengroß und wir nutzen die Gelegenheit und legen 1 Woche Landurlaub auf der Finca in Periana ein. Wir entspannen herrlich in der Einsamkeit, geniessen die Grillabende und waschen unsere Wäsche "limpio". Welch ein Luxus.
Törnbilder
Nach einer Woche sind wir jetzt plötzlich zu viert an Bord. Gerda und Lutz begleiten uns für 2 Tage – es wird ihr erster kleiner Segeltörn. Doch, o weh, die Wellen sind gar nicht gnädig – es schaukelt und schwankt so sehr, daß sie die herrliche Ankerbucht "La Herradura" nicht wirklich geniessen können. Komischerweise wollen unsere Gäste gar nichts von dem leckeren Hühnchen probieren, auch der Rotwein findet keinen Gefallen!!! ??? Die Nacht wird unruhig und am nächsten Tag steuern wir die Marina del Este an. Hier gibt es endlich wieder festen Boden unter den Füßen und Gerda und Lutz verabschieden sich hier von uns, sie müssen zurück auf die Finca. Wir bleiben noch einige Nächte in Marina del Este, baden am wunderschönen Kieselstrand und geniessen das schicke Ambiente, doch auch tagsüber ist es hier ziemlich heiss und wir duschen mindestens 3x täglich, welch ein Genuss.
Von Marina del Este geht es weiter nach Almerimar, unserem diesjährigen Winterliegeplatz.
Die Tage in Almerimar sind ausgefüllt. Zuerst geniessen wir die ruhigen Hafentage, machen Fahrradausflüge, treffen wieder unsere Freunde von der "Makai", lernen die Crew der schweizer "Oingo Boingo" kennen, die von hieraus nach Brasilien starten und leben das coole Seglerleben. Almerimar ist nicht die typische und tolle Marina, aber der Hardstanding ist ok und bezahlbar. Wir fühlen uns doch ganz gut aufgehoben hier, abwohl es ein Retorten-Ort ist. Als unser italienischer Bootsnachbar eines Tages meinte, wir hätten ein "magic boat", weil wir nie etwas zu schrauben und zu putzen hätten, beschliessen wir, dass die faulen Tage nun endlich vorüber sind. Wir wechseln Motoröl und – filter, reinigen Fahrräder und die Motorraumbilge, buchen den Hardstanding und vereinbaren einen Termin für den Travellift. Wir spülen den Aussenborder, waschen ein letztes Mal die Wäsche und hängen Sie wieder bei 40 Knoten ab (nicht 40 Knoten in der Wäsche, sondern 40 Knoten Wind im Hafen!). Als wir in der größten Hektik sind und eigentlich nur noch bei Kerzenlicht Zähneputzen können laden uns Deanna und Sepp zum echten schweizer Nachtessen ein. Es gibt leckere, mit Käse überbackene Riesen-Schnitzelchen. Das verschafft uns eine Atempause. Deanna und Sepp sei Dank! Am nächsten Morgen steht das Taxi schon sehr früh neben unserer "Gemma" und wir lassen Spanien für 2006 hinter uns. Adios, bis Juni 2007.
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