toernberichte

2008(1) - Nordostsardinien, Korsika, Elba

Dieses Jahr nehmen wir das große Schiff. Mitte Mai setzen wir mit der Mobyline-Fähre über nach Olba - Sardinien. In Arbatax auf dem Cantiere der Fam. Valdès wartet unser eigenes Schiff auf eine 2-wöchige Schönheitskur. Die Segelsaison beginnt mit schleifen und polieren, säubern und montieren - wie jedes Jahr. Die Extras für 2008 sind: neue Polster im ganzen Schiff und ein neuer Tavolino (Cockpit-Tisch aus Teak), der treue Bügelanker bekommt eine praktischere Halterung und dann kann es losgehen. Die erste Mini-Etappe geht nach Santa Maria Navarese, dort werden noch Wartungsarbeiten an unserem Motor vorgenommen.

Hier erfahren wir von einem militärischen Manöver, direkt vor der sardischen Ostküste in einem riesigen Gebiet. Wir müssen unseren Reiseplan gut abstimmen, damit wir nicht zur Zielscheibe werden. So können wir nicht auf günstige Winde warten, sondern motoren bei Flaute über Orosei und Coda Cavallo nach Cannigione. Natürlich hängt unterwegs auch die Angel draussen. Plötzlich ruckelt es an der Angelrute und die Schnur rauscht ziemlich schnell heraus. Nach ca. 30 Minuten steht es fest, der Skipper hat seinen ersten Fisch im Mittelmeer gefangen - und was für einen - einen Blue Marlin, ca. 1,5 Meter lang. Und wir dachten, die gibt es im Mittelmeer überhaupt nicht, aber es war eindeutig, siehe Foto. Noch tagelang bereiten wir uns köstliche Gerichte aus dem Fleisch des königlichen Fisches zu.

Törnbilder

Mittlerweile sind wir schon einen Monat in Sardinien, die Temperaturen steigen langsam (Wasser anfangs 19°, jetzt 23°) und die Blütenpracht von Ginster, Oleander, Bougainville begleiten uns. In der Gegend um Cannigione treiben wir uns aus 2 Gründen eine ganze Weile noch herum. Zum einen haben wir neue Freunde gefunden - Anke und Uwe von der Seatramp und Jens von der iCut und zum anderen hat unser Aussenborder für´s Dinghy den Geist aufgegeben. Die Zündspule kommt erst nach über einer Woche per Post aus Mailand und so vertreiben wir uns die Zeit in der Cala Saline, der Tre Monti-Bucht und in Porto Pollo mit Fußball schauen, surfen und schwimmen in türkis.

Dann ist es Zeit für den diesjährigen Sprung nach Korsika. Wir segeln nach Saint Ciprianu und anschliessend nach Porto Vecchio. Weiter geht es die korsische Ostküste hinauf nach Campoloro. Wir haben mal wieder Appetit auf Fisch und hängen die Angel raus! Schwups beißt er auch schon an - ein Bonito in passender Haushaltsgröße.

Am nächten Morgen starten wir bei nördlichem Wind nach Elba. Der Wetterbericht hatte uns eigentlich mäßigen Westwind versprochen, das hätte eine gemütliche rauschende Überfahrt mit achterlichem Wind bedeutet, hätte! Doch wie so oft hält sich der Wind nicht an die Vorhersage, sondern kommt aus Nord, das bedeutet einen Hart-am-Wind-Kurs. Anfangs relativ gemütlich bei 4 Bft. legt der Wind am Nachmittag auf 6 Bft. zu (bis 27 Knoten) und trotz mehrmaligen Reffen von Genua und Groß haben wir fast 40° Schräglage. Nach 10 anstrengenden Stunden ist es dann doch geschafft - im Golfo Stella auf Elba fällt unser Anker auf Sand und wir in die Koje.

Am nächsten Morgen seglen wir durch den italienischen Wochenend-Segel-Verkehr nach Porto Azzuro. Hier ankern wir, anfangs mit ca. 25 gleichgesinnten Schiffen, abends um 22 Uhr sind es dann über 100 neue Nachbarn. Es wird ganz schön eng in der schönen Bucht. Die Armada der Festland-Italiener mags wohl kuschelig am Wochenende, Elba ist ja sooo nah. Porto Azzuro gefällt uns sehr, es ist ein gemütlicher und idyllischer Ort mit hübschen Lädchen und Eisdielen, Straßencafés und schicken Ristorantes. Bella Italia.

 < vorheriger Bericht  ^ zur Törnübersicht nächster Bericht >  

Aktuelle Position

Unsere aktuelle Position in Google Maps anschauen

Zu verkaufen

SY Gemma (Reinke S11) zu verkaufen!